Mit der Fahrrad-Draisine durch das Pfälzer Glantal

 

Der diesjährige Familienausflug führte die Freizeitsportler ins pfälzische Glantal südlich von Bad Kreuznach. Mit gespannter Erwartung trafen die 27 Draisinenfahrer am Bahnhof in Staudernheim ein, wo die Draisinenfahrt beginnen sollte. Dieser Ausgangspunkt, dem Eingang zum Glantal, ist landschaftlich sehr reizvoll. So wird die Fahrtstrecke von einem idyllischen Fluß (Glan) begleitet, herrliche Dörfer, prächtige Wiesen und Weinberge soweit das Auge reicht, säumen die Fahrtstrecke. Die stillgelegt Bahnstrecke wurde für den „Draisinentourismus“ erhalten und natürlich hat sich die dort ansässige Gastronomie auf den sanften Tourismus bestens eingestellt.  Die zurückzulegende Fahrtstrecke kann zwischen 40 km und 22 km, je nach Lust und Laune, frei gewählt werden. Der Kfz-Verkehr hat Vorrang vor dem Schienenverkehr und so muss an jedem Bahnübergang kurzfristig ein eigener Schrankenwärter die Öffnung und Schließung der Schranken übernehmen,  was immer wieder zur Erheiterung beiträgt. Dazwischen laden schöne Plätzchen, sehenswerte Dörfer und Burgen zum Verweilen ein. An diesen Stellen wurden eigens sogenannte Draisinenparkplätze eingerichtet, die einen Zwischenstop jederzeit ermöglichen. Auch der Wettergott hatte mit den Ausflüglern ein Einsehen und vermied es tunlichst seine „Regenschleusen“ zu öffnen. Bevor die Kraichgauer sich aber auf die 22 km lange Strecke begaben, musste man sich nach der Anreise natürlich zuerst einmal stärken. Was lag da näher, als dies gleich an der Draisinenausgabestelle mit einem zünftigen Hausmacher-Vesper „a la Reimund“ zu tun. Es war wie immer vorzüglich und nun konnte die Fahrt mit sieben Fahrrad-Draisinen auch losgehen. Als erste Ortschaft passierte man, man höre und staune, das Dörfchen Odernheim. Danach ging es weiter über Rehborn, Raumbach bis zur Stadt Meisenheim. Nach zurückgelegten 11 km wurde in Meisenheim eine ausgiebige Rast eingelegt und das Städtchen zu Fuß erkundet. Die Fahrt ging dann im Anschluss weiter über Odenbach, Medard bis zum gewählten Endpunkt der Stadt Lauterecken, die nachmittags trocken erreicht wurde. Die Draisinen wurden abgegeben und das nächste Ziel, das „Lauterecker Brauhaus“, angesteuert. Dort wurde man bereits erwartet. Vermutlich beim Anblick des vorzüglichen „Pfälzer Saumagens“ der hier zubereitet wird, hielt es der Wettergott nun auch nicht mehr länger aus und öffnete seine Schleusen, was die gute Stimmung aber nur noch förderte, da man ja zwischenzeitlich in trockener Sicherheit saß. Die Rückfahrt zum Ausgangspunkt erfolgte dann mit der parallel und stündlich fahrenden Buslinie, die im Draisinenmietpreis enthalten ist. So erreichte man nach einem tollen Tag abends wieder Odenheim und so mancher Teilnehmer könnte sich nun eine solche Draisinenstrecke auch in unserer Heimat sehr gut vorstellen.  (ps)

 

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