| Mit dem
Rafting-Boot durchs Berchtesgadener Land |
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Der diesjährige Aktivausflug der Freizeitsportler des TV Odenheim führte für fünf Tage nach Schönau am Königsee ins Berchtesgadener Land. Zum ersten Mal wagte man sich an eine kombinierte Berg- und Raftingtour, die von Abteilungsleiter Peter Schuhmacher organisiert wurde. Die Unterbringung erfolgte im 1100m hoch gelegenen Berggasthof „Alpeltal“ am Fuße des Kehlsteins mit einem herrlichen Ausblick Blick auf den Königsee und den schneebedeckten 2713m hohen Watzmann. Bereits am ersten Tag wurde von sechs der neun „Alpinisten“ ein Höhenunterschied 900 m erklommen, um sich später am Gipfelkreuz des Kehlsteins (1837m) ein stolzes „Berg Heil“ wünschen zu können. Zuvor waren jedoch einige Hindernisse in Form mehrerer sogenannter Schneebretter zu überwinden, die in dieser Höhe zum Teil einen Meter betrugen und den Kletterern viel Kraft abverlangten. Erhöhte Vorsicht war also angesagt, die „Bergführer“ Tobias Kirmse aber stets walten ließ. Am Ziel angekommen, verweilte man am so berühmten wie auch berüchtigten Kehlsteinhaus und wandelte auf den Spuren der Deutschen Geschichte, die allerdings an diesem Ort nicht rühmlich war, wie die Bergsteiger einhellig feststellen konnten. Landschaftlich sind die Anstrengungen eines Aufstieges allerdings sehr reizvoll, denn die prächtige Aussicht von „Eagles Nest“ über das ganze Berchtesgadener Land bis hin ins österreichische Salzburg ist einfach überwältigend. Der nächste Tag bildete einen Kontrast zur vorherigen sportlichen Anstrengung. So wurde eine Schifffahrt auf dem Königsee unternommen, das weltberühmte St. Bartholomä und die Kunsteisbobbahn besichtigt. Auch der Obersee am Fuße des Watzmannes wurde erwandert. Dabei war das bekannte Echo vom Königsee klar und deutlich zu hören. Eindrucksvoller aber auch bedrückender Abschluß des Besichtigungsprogrammes bildete der Besuch der Dokumentation des Obersalzberges. Der umfangreiche Rundgang im dortigen Museum befaßte sich sehr anschaulich und sachlich mit den abscheulichen Greueltaten des damaligen Nazi-Deutschland, während an dessen Ende die Besichtigung eines Teils des ehemaligen Anlagen von Hitlers Führungsbunkers stand. Absoluter Höhepunkt des Aktivaufenthaltes war die Teilnahme an einer halbtägigen Raftingtour am dritten Tag. Diese stürmische Bootsfahrt bleibt bei allen Teilnehmern in langer und positiver Erinnerung. Am Ausgangspunkt des wilden Gebirgsflusses „Saalach“ angekommen, wählte man für den Anfang eine Bootstour der Schwierigkeitsstufe 2,5. Diese Schwierigkeitsstufe lag etwas über dem Mittelbereich der Höchstanforderungen für Wildwasser, die maximal bei Stufe 4 angesiedelt wird. Alles was darüber liegt birgt gerade für Anfänger lebensgefährliche Gefahren und dieses Risiko wollte man nun wirklich nicht eingehen. Bevor die Reise jedoch startete wurden die TVO-Rafter von ihrem amerikanischen Raftingguide „Dan“ begrüßt, der über die nötige Erfahrung in dieser Sportart verfügt und später auch die nötigen Kommandos an Bord gab, als auf der Saalach die Post abging. Eine eingehende Unterweisung folgte und dann wurde jedem Rafter die entsprechende Raftingausrüstung verpasst. Spätestens jetzt wurde auch den letzten ungläubigen Odenheimern klar, dass die Saalach überhaupt nicht mit dem örtlichen Katzbach vergleichbar ist und dort immer eine Gefahr des Kenterns besteht. So mußten sich dann auch alle mit den Auswirkungen vetraut machen, die sich beim Treibenlassen bzw. Schwimmen in nur sechs Grad kaltem Wasser ergeben. Trotz kompletter Neoprenausrüstung, Schwimmweste und Schutzhelm stockte beim Sprung ins kalte Nass bei jedem „Eisschwimmer“ für ca. 20 Sekunden der Atem. Aber auch diese Sicherheits-Tortour wurde erfolgreich absolviert. Nun war man endlich fit für das Wildwasser und es folgte ein für drei Stunden kräftezehrender Kampf mit dem Paddel durch die tobende Saalach, der am Ende gewonnen wurde und das rote TVO-Boot ohne Schiffbruch ans Ziel brachte. Ein toller und erlösender Erfolg, der danach die richtige Stimmung für den Abschlußabend einläutete, denn etwas mulmig war den TVO’lern vor dem Start schon etwas. Die Abteilung Freizeitsport bedankt sich insbesondere bei der Odenheimer Metzgerei Fessler, die die kompletten Kosten für unsere Rafting-Shirts übernahm sowie die Truppe mit einer vorzüglichen badischen Brotzeit versorgte. Ferner bedanken wir uns beim Skiclub Karlsdorf-Neuthard und der Bäckerei Karch für die Unterstützung. Ein weiteres Dankeschön geht an die Odenheimer Firma Smatec, die kürzlich der Freizeitsportabteilung fünf hochwertige Handbälle zur Verfügung stellte, mit denen bereits schon einige Tore für den TVO geworfen wurden. (ps). |
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