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Jahresausflug
der Abteilung Freizeitsport |
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Grenzübertritt in 2962m Höhe |
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Fünf
erlebnisreiche Tage verbrachten die Freizeitsportler des TV Odenheim bei
ihrem Jahresausflug im österreichischen Rinnen bei Ehrwald, um u.a. ihr
großes Ziel, die Besteigung des höchsten Berges Deutschlands, der
Zugspitze, in die Realität umzusetzen. Tobias Kirmse, der die
Gesamtorganisation des Ausfluges von A-Z hervorragend gestaltete, hatte
neben dem dominierenden Zugspitzvorhaben ein umfangreiches Rahmenprogramm
zusammengebastelt, das bei allen Teilnehmern uneingeschränkte
Begeisterung hervorgerufen hat. Bedingt
durch viele Staus auf der Autobahn verlief die Anreise zwar noch etwas
holprig, dies sollte sich aber gleich unmittelbar nach Ankunft ändern. Nachdem
das Berghaus in Rinnen von den Odenheimern in Beschlag genommen wurde, eröffneten
die Sportler ihr Aktivprogramm mit einer leichten Auftakttour zur „Kögele
Hütte“ in 1550m Höhe. Den Wetterbericht beobachtend, dachte man mit
etwas Bangen an das große Ziel, den Zugspitzgipfel. Zwar herrschte bis
dato immer noch Kaiserwetter, das jedoch für die kommenden zwei Tage
immer unbeständiger werden sollte und mit Gewittern zu rechnen war. Damit
das Wetter den Bergsteigern keinen Strich durch die Rechnung machte,
beschloss das Team, die Gipfelbesteigung der „Zugspitze“ gleich am nächsten
Tag anzugehen. Bereits
um 6 Uhr morgens startete 9-köpfige Gruppe von der Talstation der
Ehrwalder Zugspitzbahn in 1228m Höhe, natürlich zu Fuß. Durch ein
ausgedehntes Waldgebiet am Fuß der Zugspitze erreichte man schließlich
das „Bildstöckchen“, das zu einer Rast einlud, ehe es so richtig los
ging. Hier trennten sich die Wege der „Seilschaft Zugspitze“ und
Sportkamerad Franz Wacker, der einen leichteren Aufstieg zum Gipfel
mittels Seilbahn vorzog, was aber von vorne herein so geplant war, um sich
oben auf dem Gipfel wieder zu treffen. Das
Bergsteigerteam, unter Führung von Tobias Kirmse und Reimund Bott, machte
sich derweil an den Aufstieg zum nächsten Etappenziel, der „Wiener
Neustädter Hütte“ in 2209m Höhe. Vorbei an Alpenrosen, Gemsen und
Bergsalamandern erreichte die Crew gg. 08.30 Uhr diese Hütte, die sich
bereits oberhalb der Baumgrenze befand. Dort stärkte man sich zunächst
nochmals und es galt, bedingt durch die hohen Temperaturen und den steilen
Aufstieg, den Flüssigkeitshaushalt mit isotonischen Getränken zu ergänzen,
da der schwierigste Teil noch vor der Mannschaft lag. Nach
der Stärkung ging es weiter durch das breite und durch Schutt und Geröll
übersäte „Österreichische Schneekar“ zu dessen linken oberen Ende.
Dort angekommen hieß es ob der drohenden Steinschlaggefahr „Helm auf“
und wer sich dadurch sicherer fühlte, seilte sich auch an. Nun begann der
sogenannte „Stopselzieher“, ein weiter, schräger
wie steiler und kaminartiger Naturstollen, der der Seilschaft
einiges abverlangte. Nach dessen Durchsteigung ging der Klettersteig
weiter über Steigklammern und Seilen bis zum Zugspitzkamm, der in 2800m Höhe
erreicht wurde. Mit
dem motivierenden Gipfelkreuz vor den Augen, gab
die Crew abermals Gas und startete zur letzten Aufstiegsetappe, bis
nach 5 ½ Stunden das große Ziel, die Zugspitze auf österreichischer
Seite, erklommen war. Unmittelbar danach erfolgte der Grenzübertritt in
2962m Höhe und man befand sich plötzlich wieder in Deutschland. Die
erfolgreiche Gipfelbesteigung wurde mit einem donnernden „Berg Heil“
gefeiert, was unzählige japanische Digitalkameras zur Auslösung gebracht
haben soll. Einige Mitglieder der Bergsteiger-Crew mussten sogar
Autogramme geben, dabei lag der Verdacht nahe, dass sich dabei der eine
oder andere als Cousin von Reinhold Messner ausgab, was die anwesenden
Touristen sichtlich zum Schmunzeln veranlasste aber auch nachdenklich
machte. Den erfolgreichen Aufstieg auf die Zugspitze meisterten: Tobias
Kirmse, Reimung Bott, Volker Wormer, Sven Riedel, Dieter Holzwarth,
Wolfgang Senn, Hermann Laub und Peter Schuhmacher.
Am
nächsten Tag hinterließen die vorherigen Strapazen doch einige körperlich
Spuren, weshalb man den Tag geruhsamer angehen ließ. Eine Wanderung
entlang des Wasserfalles zum Königschloß „Neuschwanstein“ und zum
Schloß „Hohenschwangau“ waren da genau das Richtige, ehe ein
erfrischendes Bad im Alpsee den Tag abrundete. Eine
weitere leichtere Wandertour folgte am dritten Tag, bei dem Petrus
mehrmals seine Schleußen öffnete und den Freizeitsportlern (aber nicht
allen) mehr als eine Abkühlung von oben bescherte. Krönender Abschluss
der tollen Tage bildete ein zünftiger österreichischer Hüttenabend mit
Alpenmusik, dem eine Brauereibesichtigung und eine ordentliche Brotzeit
vorausgingen.
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