Jahresausflug der Abteilung Freizeitsport
vom 26.07.06 - 30.07.06 in Rinnen/Österreich

 
 

 
 

Grenzübertritt in 2962m Höhe

 
 

Fünf erlebnisreiche Tage verbrachten die Freizeitsportler des TV Odenheim bei ihrem Jahresausflug im österreichischen Rinnen bei Ehrwald, um u.a. ihr großes Ziel, die Besteigung des höchsten Berges Deutschlands, der Zugspitze, in die Realität umzusetzen. Tobias Kirmse, der die Gesamtorganisation des Ausfluges von A-Z hervorragend gestaltete, hatte neben dem dominierenden Zugspitzvorhaben ein umfangreiches Rahmenprogramm zusammengebastelt, das bei allen Teilnehmern uneingeschränkte Begeisterung hervorgerufen hat.  

Bedingt durch viele Staus auf der Autobahn verlief die Anreise zwar noch etwas holprig, dies sollte sich aber gleich unmittelbar nach Ankunft ändern.

Nachdem das Berghaus in Rinnen von den Odenheimern in Beschlag genommen wurde, eröffneten die Sportler ihr Aktivprogramm mit einer leichten Auftakttour zur „Kögele Hütte“ in 1550m Höhe. Den Wetterbericht beobachtend, dachte man mit etwas Bangen an das große Ziel, den Zugspitzgipfel. Zwar herrschte bis dato immer noch Kaiserwetter, das jedoch für die kommenden zwei Tage immer unbeständiger werden sollte und mit Gewittern zu rechnen war. Damit das Wetter den Bergsteigern keinen Strich durch die Rechnung machte, beschloss das Team, die Gipfelbesteigung der „Zugspitze“ gleich am nächsten Tag anzugehen.  

Bereits um 6 Uhr morgens startete 9-köpfige Gruppe von der Talstation der Ehrwalder Zugspitzbahn in 1228m Höhe, natürlich zu Fuß. Durch ein ausgedehntes Waldgebiet am Fuß der Zugspitze erreichte man schließlich das „Bildstöckchen“, das zu einer Rast einlud, ehe es so richtig los ging. Hier trennten sich die Wege der „Seilschaft Zugspitze“ und Sportkamerad Franz Wacker, der einen leichteren Aufstieg zum Gipfel mittels Seilbahn vorzog, was aber von vorne herein so geplant war, um sich oben auf dem Gipfel wieder zu treffen.

Das Bergsteigerteam, unter Führung von Tobias Kirmse und Reimund Bott, machte sich derweil an den Aufstieg zum nächsten Etappenziel, der „Wiener Neustädter Hütte“ in 2209m Höhe. Vorbei an Alpenrosen, Gemsen und Bergsalamandern erreichte die Crew gg. 08.30 Uhr diese Hütte, die sich bereits oberhalb der Baumgrenze befand. Dort stärkte man sich zunächst nochmals und es galt, bedingt durch die hohen Temperaturen und den steilen Aufstieg, den Flüssigkeitshaushalt mit isotonischen Getränken zu ergänzen, da der schwierigste Teil noch vor der Mannschaft lag.

Nach der Stärkung ging es weiter durch das breite und durch Schutt und Geröll übersäte „Österreichische Schneekar“ zu dessen linken oberen Ende. Dort angekommen hieß es ob der drohenden Steinschlaggefahr „Helm auf“ und wer sich dadurch sicherer fühlte, seilte sich auch an. Nun begann der sogenannte „Stopselzieher“, ein weiter, schräger  wie steiler und kaminartiger Naturstollen, der der Seilschaft einiges abverlangte. Nach dessen Durchsteigung ging der Klettersteig weiter über Steigklammern und Seilen bis zum Zugspitzkamm, der in 2800m Höhe erreicht wurde.

Mit dem motivierenden Gipfelkreuz vor den Augen, gab  die Crew abermals Gas und startete zur letzten Aufstiegsetappe, bis nach 5 ½ Stunden das große Ziel, die Zugspitze auf österreichischer Seite, erklommen war. Unmittelbar danach erfolgte der Grenzübertritt in 2962m Höhe und man befand sich plötzlich wieder in Deutschland. Die erfolgreiche Gipfelbesteigung wurde mit einem donnernden „Berg Heil“ gefeiert, was unzählige japanische Digitalkameras zur Auslösung gebracht haben soll. Einige Mitglieder der Bergsteiger-Crew mussten sogar Autogramme geben, dabei lag der Verdacht nahe, dass sich dabei der eine oder andere als Cousin von Reinhold Messner ausgab, was die anwesenden Touristen sichtlich zum Schmunzeln veranlasste aber auch nachdenklich machte. Den erfolgreichen Aufstieg auf die Zugspitze meisterten: Tobias Kirmse, Reimung Bott, Volker Wormer, Sven Riedel, Dieter Holzwarth, Wolfgang Senn, Hermann Laub und Peter Schuhmacher.  

Am nächsten Tag hinterließen die vorherigen Strapazen doch einige körperlich Spuren, weshalb man den Tag geruhsamer angehen ließ. Eine Wanderung entlang des Wasserfalles zum Königschloß „Neuschwanstein“ und zum Schloß „Hohenschwangau“ waren da genau das Richtige, ehe ein erfrischendes Bad im Alpsee den Tag abrundete. 

Eine weitere leichtere Wandertour folgte am dritten Tag, bei dem Petrus mehrmals seine Schleußen öffnete und den Freizeitsportlern (aber nicht allen) mehr als eine Abkühlung von oben bescherte. Krönender Abschluss der tollen Tage bildete ein zünftiger österreichischer Hüttenabend mit Alpenmusik, dem eine Brauereibesichtigung und eine ordentliche Brotzeit vorausgingen. 

Die Abteilung Freizeitsport bedankt sich bei Tobias Kirmse für die hervorragende Organisation des Ausfluges sowie bei den Firmen Metzgerei Friedrich Odenheim, Mercedes Bürkle in Münzesheim, Gefako Odenheim und dem Weingut Karl Hisch für ihre Unterstützung, die allesamt zum Erfolg des „Projektes Zugspitze“ beigetragen haben. (ps).

 

 
 

                                                                                    

 
 

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